Die Post und die Werbung

Nein, liebe Post, so geht es wirklich nicht! Ich weiß ja, dass wir in einer kapitalistischen Gesellschaft leben, dass so ein Unternehmen wie die Post AG auch durchaus mal neue Kunden gebrauchen kann und dass neue Kunden irgendwie schon manchmal durch direkte Ansprache oder Werbung gewonnen werden können.

Aber glaube es oder glaube es nicht, liebe Post AG: Wenn ich an den Postschalter gehe, um Briefmarken zu kaufen, ein Einschreiben aufzugeben oder ein paar Waren- und Büchersendungen auf die Reise zu schicken, möchte ich wirklich nicht jedes Mal wissen, wie verdammt super doch das dusselige Konto von der Postbank ist. Ich möchte einfach nur ein paar Dinge durch Deutschland schicken.

Es ist ja nicht so, dass sich wirklich jeder Postangestellte vorgenommen hat, jedem Kunden irgendein dusseliges Postbank-Produkt anzudrehen. Hier in Uelzen sind es genau zwei Herren, die äußerst hartnäckig die Postbank-Produkte anbieten. Wie Sauerbier.

Und ich, die ich zwischen Termin A und Termin B noch schnell die Post loswerden will, bekomme schon fast Herzklopfen, wenn ich an der Reihe bin, durch einen der beiden Herren bedient zu werden. Diese Fragen wie: „Geben Sie für Ihr Konto noch Geld aus?“ sind anmaßend, geradezu ekelhaft. Ja, ich weiß, dass Verkäufer beim Gespräch nur Fragen verwenden sollte, die der Käufer, also das Opfer, nur mit Ja beantworten kann. Beispiel: „Möchten Sie auch ein kostenloses Girokonto?“ Wer sagt da schon nein? Das kann ich Dir sagen, liebe Post AG: Ich. Weil ich es hasse, für dumm verkauft zu werden. Weil ich einfach nicht zur Postbank will. Weil ich weiß, dass die Werbeanmachen nicht aufhören werden – woher sollen die Herren schließlich wissen, dass ich endlich ein Postbank-Konto habe?

Vielleicht bastel ich doch mal ein Schild: Nein, ich will kein Postbank-Konto. Kein Sparbuch, kein Strom, keine Telekom, kein gar nichts. Ich will hier nur was verschicken. Also frankieren Sie und belästigen Sie jemand anderen.

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Ein Gedanke zu „Die Post und die Werbung

  1. Verbesserungsvorschlag: Statt auf einem Schild den Spruch auf dem T-Shirt tragen. Und: Für jedes unverlangte Verkaufgespräch die Post wettbewerbsrechtlich abmahnen lassen. Ich kenne einen der beiden Herren auch und glaube daher, dass du mit den Abmahnungen reich werden kannst. Aber zum Glück bin ich ja woanders hingezogen, hier sind die Postangestellten nicht so penetrant.

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