Bezahlte Lese-Zeit

Die Frau Kipping hatte eine Idee. Eine Idee, die mir so bloggenswert erschien, dass ich kurzerhand mit Sack und Pack umgezogen bin, weil’s mir drüben nicht mehr gefiel.   Eine Idee, die mich derart überrascht, gar verwirrt hat, dass ich die Frau Kipping tatsächlich über Facebook fragen musste, ob es sich mit ihrer Idee wirklich so verhält, wie ich mir das gedacht habe – ich konnte es nicht recht glauben.

Einmal im Monat gibt es nämlich einen Lese-Tag im Büro der Frau Kipping. Nicht, dass man als Mitarbeiter im Büro einer Bundestagsabgeordneten nicht ständig etwa zu lesen hätte. Aber an diesem einen Tag im Monat lesen alle Mitarbeiter des Büros der Frau Kipping. Den ganzen Tag lang. Was sie wollen. Als ich Frau Kipping fragte, was denn so alles gelesen werden dürfe, fiel mir peinlicherweise auf die Schnelle nur Harry Potter als unpolitische Schmökerliteratur ein, ihr wissenschaftlicher Mitarbeiter, Herr Stefan Gerbing, hielt Harry Potter als „weitrezipiertes populärkulturelles Phänomen“ aber immerhin durchaus für beachtenswert, teilte aber mit, dass er in nächster Zeit wohl eher nicht Harry Potter lesen würde. Kann ich verstehen: Bis ich noch einmal versuche, einen Harry-Potter-Band zu lesen, werden mir wohl viele, viele andere Bücher unter die Augen kommen.

Kurz und gut: Ich bin neidisch. Man stelle sich vor: Acht Stunden im Monat mehr Zeit zum Lesen! Das wäre für mich ein zusätzliches Pensum von durchschnittlich 480 Buchseiten. Im Monat! Traumhaft!

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